SPIEGEL: Herr Hofmann, die EU hat ihre Klimaziele verschärft. Nun soll der CO2-Ausstoß bei Neuwagen bis 2030 nicht um 30 Prozent, sondern um 37,5 Prozent reduziert werden. Was bedeutet das für die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie?

Hofmann: Es führt zu einem noch größeren Verlust von Arbeitsplätzen. Das Fraunhofer Institut, das bereits die Folgen des 30-Prozent-Ziels für uns in der sogenannten ELAB-Studie durchgerechnet hat, hat dies nochmals für die 37,5 Prozent gemacht. Im Saldo kostet das, so unsere Ableitung, bis zu 150 000 Arbeitsplätze alleine in der Produktion – die Verluste in der Entwicklung und etwa in Autowerkstätten sind da noch nicht berücksichtigt.

SPIEGEL: Wären davon alle Firmen gleichermaßen betroffen?

Hofmann: Nein. Es wurde erstmals auch untersucht, wie sich die Verluste verteilen werden. Die Zulieferer werden härter betroffen sein. Von den Menschen, die am Antriebsstrang eines Autos arbeiten, sind bei den Endherstellern etwa 35 Prozent von Arbeitsplatzverlust bedroht,

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