Der Aufstieg zum Fußball-Olymp beginnt 2018 steinig, an einem feuchtkalten Septemberabend in Ost-Manchester. Das Stadion von City ist nicht ausverkauft, viele teure VIP-Logen bleiben leer. Dabei ist das hier die Königsklasse, das erste Gruppenspiel, gegen Olympique Lyon. Es endet mit Frust und einer Überraschung: Die Franzosen siegen 2:1. Ab der 80. Minute strömen die City-Fans zum Ausgang. Der Star-Trainer Pep Guardiola hat mit seiner Mannschaft in der Vorsaison zahlreiche Premier-League-Rekorde gebrochen: Nie hat ein Team in einer Saison mehr Tore geschossen, mehr Punkte gesammelt, mehr Spiele gewonnen. 

Doch in der Champions League scheiterte Pep gegen Klopp, City schied im Viertelfinale gegen den FC Liverpool aus. Noch nie hat der Klub das Finale erreicht, es ist der noch fehlende Titel, der Fußball-Olymp, allein Guardiolas Arbeitsvertrag verspricht ihm zwei Millionen Pfund, sollte er ihn erklimmen.

Die Sehnsucht nach Anerkennung und nach saftigen Siegprämien, sie hängt an diesem vermaledeiten Titel, den der europäische Fußballverband Uefa ausspielen lässt. Doch auf dessen Funktionäre ist man in Manchester gar nicht gut zu sprechen. Seit Jahren buht das ansonsten stille Publikum leidenschaftlich die Champions-League-Hymne aus. City-Fans fühlen sich und ihren Verein von der Fußball-Elite benachteiligt. Besonders die Strafe, mit der die Uefa auf Citys Verstöße gegen die Financial-Fair-Play-Regeln (FFP) im Jahr 2014 reagiert hat, empfand der Anhang als ungerecht.

Dabei offenbaren Dokumente der Enthüllungsplattform Football Leaks, dass die Uefa mit Manchester City wohl noch viel zu mild umgegangen ist. 

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