Regierungs- und Parteichefs aus ganz Europa wollen ihn jetzt sprechen. Vor der Tür drängen sich Journalisten, die wissen wollen, wie sein Treffen mit Viktor Orbán war. Doch Manfred Weber nimmt erst mal in der ersten Reihe der Großen Synagoge an der Dohánystraße Platz und plaudert mit dem Oberrabbiner. Es geht um die Architektur der größten Synagoge Europas, um die Frage, wie man Jugendliche für die Religion begeistern kann, und, irgendwie dann doch, um Ungarns Regierungschef.

Weber, Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) bei der Europawahl, ist nach Budapest gereist, um Viktor Orbán davon zu überzeugen, seine Plakatkampagne gegen Brüssel und den jüdischen Finanzier George Soros endgültig einzustellen. Andernfalls, so machte er Orbán bei einem mehr als zweistündigen Treffen am Dienstag klar, drohe der Ausschluss aus der EVP. Bereits am kommen den Mittwoch könnte es in Brüssel zur entscheidenden Abstimmung kommen.

Webers Mission ist riskant, vor allem für ihn selbst. Der 46-jährige

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 12/2019.
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