SPIEGEL: Frau Rousseau, Sie sind seit 20 Jahren Aufsichtsrätin bei Beiersdorf, aber Ihre Karriere in einem Dax-Konzern war alles andere als vorgezeichnet.

Rousseau: Ja, ich bin in einem Elternhaus groß geworden, in dem Männern und Frauen klassische Rollen zugedacht waren. Meinem Bruder standen alle Türen offen, für mich sah meine Mutter nur eine Option: Das Mädchen kann eine Familie gründen. 

SPIEGEL: In Ihrem Buch "Wir brauchen Frauen, die sich trauen" zitieren Sie Ihre Mutter mit den Worten: "Die Geburt von Manuela war für mich eine herbe Enttäuschung. Ich hatte mir so sehr einen Jungen gewünscht." Was hat das mit Ihrem Selbstbewusstsein gemacht?

Rousseau: Letztendlich hat es mich mutig gemacht. Als Kind galt ich als trotzig und rebellisch. Ich habe mich oft gefragt, was mit mir nicht stimmt. Heute weiß ich: Es war das Umfeld, das nicht stimmte. Wir können nichts ändern an den Verhältnissen, in die wir hineingeboren werden. Aber wir haben die Möglichkeit, das, was uns stärkt, auszubauen.

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