Zwei Zahlen vermitteln einen Eindruck des Umbruchs, die mit dem Begriff "Treuhand" in Ostdeutschland verbunden waren: Als die Behörde 1990 die volkseigenen Betriebe der DDR übernahm, arbeiteten dort mehr als vier Millionen Menschen. Als Treuhandchefin Birgit Breuel vier Jahre später die Schilder am Eingang des Treuhandgebäudes wieder abschraubte, waren von diesen vier Millionen Arbeitsplätzen noch 1,5 Millionen übrig.

Wer ist schuld daran? Diese Diskussion flammt immer wieder in Medien und Politik auf. Die Antworten fallen völlig unterschiedlich aus, je nach Standpunkt des Betrachters: Die Treuhand war die neoliberale Vorhut der Abwickler aus dem Westen, die unliebsame Ostkonkurrenz gezielt plattmachen sollte – diese Meinung vertreten viele Ostdeutsche, bis hin zu Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD). Die Treuhand hat nur das Chaos weggeräumt, dass der Sozialismus angerichtet hat – so sieht das bis heute im Kern die Bundesregierung, und so sehen es mit ihr viele aus dem Westen

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