SPIEGEL: Herr Söder, erinnern Sie sich noch, worum der erbitterte Streit zwischen CDU und CSU im vergangenen Jahr ging?

Söder: Das ist ein Kapitel, das wir Gott sei Dank abgeschlossen haben.

SPIEGEL: Es ging um die Zurückweisung von Migranten an der deutschen Grenze, die bereits in anderen Ländern registriert waren. Ihr Vorgänger als Parteichef, Innenminister Horst Seehofer, wollte das um jeden Preis durchsetzen. Jetzt schlägt er vor, Deutschland solle ein Viertel der im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge aufnehmen. Lag die CSU damals komplett falsch?

Söder: Wir setzen auf die richtige Balance von Humanität und Ordnung in der Migrationsfrage. Seenotrettung ist natürlich ein wichtiges Element der Humanität. Wichtig ist aber auch, dass man keine neuen Anreize für Schlepper und Schleuser schafft. Der Innenminister hat versichert, dass er darauf sehr genau achtet.

SPIEGEL: Wie viele Parteiaustritte hat es seit Seehofers Vorstoß gegeben?

Söder: Es hat zumindest keine Parteieintritte deswegen gegeben.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 42/2019.
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