SPIEGEL: Herr Manyika, momentan wackelt die Weltwirtschaft, vor allem wegen des Handelskriegs, den Amerikaner und Chinesen gegeneinander führen. Wie besorgt sind Sie? 

James Manyika: Sich gegenseitig mit Zöllen zu überziehen ist gefährlich für die Weltwirtschaft und letztlich zum Schaden aller. Andererseits geht die Auseinandersetzung ein Stück weit an der Realität vorbei. Denn der Export von physischen Gütern verliert an Bedeutung. Was wächst, ist der grenzüberschreitende Dienstleistungssektor, und zwar um 60 Prozent schneller. Und er wird vom Zollstreit zum Glück noch nicht erfasst. 

SPIEGEL: Alles nicht so schlimm also? 

Manyika: Nein, wir sehen ja durchaus die Schleifspuren in den Wachstumsraten. Aber was ich sagen will ist, dass sich der globale Handel dramatisch geändert hat und weiterhin verändert. Dienstleistungen werden wichtiger, weltumspannende Warenströme eher nicht. 

SPIEGEL: Und wir dachten immer, dass gerade der weltweite Güteraustausch als Wachstumsmotor überragend wichtig ist

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