Olaf Berlien hat die Nase voll von der Börse. Seit anderthalb Jahren ist der Aktienkurs des von ihm geführten Lichtkonzerns Osram im Sinkflug, Berlien musste mehrfach die Gewinnprognose senken. Das Unternehmen steckt mitten im Strukturwandel, weg von klassischen Leuchten, hin zu LEDs. Die Billigkonkurrenz aus Asien wächst. Der Umbau des Konzerns kostet Zeit und Geld – beides aber wollen die Aktionäre dem Unternehmen nicht geben.

Das Übernahmeangebot der amerikanischen Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle Anfang Juli kam dem Konzernchef deshalb gerade recht. Die Investoren bieten 35 Euro je Aktie für Osram – und wollen das Unternehmen von der Börse nehmen. "Aus heutiger Sicht sind Bain und Carlyle die richtigen Partner zur richtigen Zeit", schwärmt Berlien.

Warum er vom Aktienmarkt genug hat, kann der Osram-Chef anschaulich erklären. "Wenn Sie an eine Operation am offenen Herzen denken, dann wird diese mit hoher Wahrscheinlichkeit besser gelingen, wenn der Chirurg in aller Ruhe arbeiten

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 30/2019.
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!