Ob er auch ein Bild der Großmutter habe, wird Eugen Ruge von seinem Gast gefragt, in seinem neuen Buch sei keines zu finden. "Doch, doch, das habe ich", sagt der Autor, und er muss nicht lange suchen, da, unter einem Stapel alter Dokumente, liegt es, ein großer Abzug in Sepiafarben aus der Zeit um 1930.

Eugen Ruge, 65, steht im Arbeitszimmer seiner Altbauwohnung am Prenzlauer Berg in Berlin und betrachtet das Foto mit einem Lächeln. Die nächste Frage beantwortet er schon, bevor sie gestellt worden ist: "Natürlich haben wir überlegt, ob wir das Bild auf den Umschlag nehmen." Die Großmutter sei ja "eine sehr schöne Frau" gewesen. "Aber die Charlotte aus meinem Buch ist eben nicht identisch mit der wirklichen Person dieses Namens, jedenfalls nicht ganz."

Charlotte ist die Heldin des neuen Ruge-Romans "Metropol", eines ebenso klug komponierten wie spannenden Buches. Schon ihre wahre Geschichte klingt so spektakulär, als wäre sie erfunden. Charlotte Ruge (1895 bis 1986) hatte sich Ende der Zwanzigerjahre

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 41/2019.
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