Roland Emmerich blickt unter dem Schirm seiner Basecap hervor und sagt: "Wo sind eigentlich die normalen Leute hin? Auf der Leinwand sehe ich nur noch Superhelden."

Es ist Mitte Mai, der 63-jährige Regisseur ist beim Festival in Cannes, um Ausschnitte aus seinem Kriegsepos "Midway - Für die Freiheit" zu zeigen. Er sitzt in einem Bürogebäude am Prachtboulevard Croisette und blickt auf das Festivalpalais.

Während dort die Filmkunst gefeiert wird, erzählt er, wie er die 100 Millionen Dollar für "Midway" zusammenbekommen hat, wie die Partnersuche für einen Großfilm läuft. Und doch wirkt er weniger abgehoben als viele der Regisseure, die im Palais ihre Low-Budget-Werke präsentieren. Ein Otto-Normalfilmer unter Genies.

"Midway", der nun in die deutschen Kinos kommt, ist wie fast immer bei Emmerich ein Spektakel mit vielen visuellen Effekten und zugleich eine Hymne auf einfache Menschen, die Großes leisten. Monumentales Kleine-Leute-Kino.

Der Film erzählt von einer entscheidende Schlacht des Zweiten

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 45/2019.
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