Nach einem langen Abend auf dem Dachauer Volksfest riss der ehemalige Amateurtorwart Axel K. einen ihm völlig unbekannten Mann einfach mal so vom Fahrrad, malträtierte ihn mit Faustschlägen, bis er zu Boden ging, und trat ihm dann so kraftvoll gegen den Kopf, als wollte er einen langen Abstoß gen gegnerisches Tor machen.

Der Mann, ein Malermeister, erlitt schwere Kopfverletzungen und war wochenlang krankgeschrieben, während Axel K. mit richterlicher Milde rechnen konnte. So, wie viele andere Schläger, Grapscher, Randalierer oder Vergewaltiger, die in deutschen Kneipenvierteln, auf Bahnhöfen oder anderswo Unheil anrichten. Der 20-jährige K. hatte an jenem Tag im August 2017 nämlich laut eigener Aussage acht Maß Bier und mehrere "Stamperl" Jägermeister getrunken, und wer derlei Alkoholmissbrauch betreibt, bekommt in Deutschland mitunter Strafrabatt.

Hätte der Hobbyfußballer nicht mit mehr als 2,1 Promille, sondern nüchtern sein Opfer traktiert, wäre er wegen versuchten Totschlags vermutlich

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 52/2018.
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