1. Anders geplant

Ein dumpfer Schlag riss Peter Willcox am 10. Juli 1985 kurz vor Mitternacht aus dem Schlaf. Drei Tage zuvor hatte der Kapitän des Greenpeace-Schiffes "Rainbow Warrior" mit seiner Mannschaft im Hafen des neuseeländischen Auckland festgemacht. Jetzt klaffte ein Loch im Rumpf, groß wie ein Garagentor. Wasser schoss ins Innere des Schiffes. Gerade war die Besatzung an Deck geflüchtet, da erschütterte eine zweite Explosion das Boot. Die Crewmitglieder sprangen auf die Kaimauer und mussten zusehen, wie das 44 Meter lange Flaggschiff der Umweltorganisation Greenpeace sank. Alle hatten sich retten können – bis auf Fernando Pereira. Der portugiesische Fotograf war in seine Kabine geeilt, um seine Ausrüstung zu bergen. Nach der zweiten Detonation hatte er es nicht mehr herausgeschafft und war ertrunken.

Die "Rainbow Warrior" sollte zum Mururoa-Atoll aufbrechen, das zu Französisch-Polynesien in der Südsee gehört. Dort wollten die Umweltschützer von Greenpeace einen Kernwaffentest der

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Geschichte-Ausgabe 5/2019.
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