Zehn Tage vor der Europawahl macht sich unter den Vertretern der etablierten Parteien eine gewisse Ratlosigkeit breit, mitunter begleitet von einem beleidigten Unterton. Da sichere der Staatenbund nun seit mehr als einem halben Jahrhundert Frieden und Freiheit, heißt es unter Sozial- wie Christdemokraten, Liberalen wie Grünen – und trotzdem könnten die populistischen Gegner des Projekts am übernächsten Sonntag mit so vielen Stimmen rechnen wie noch nie. Haben die Wähler denn nicht verstanden, was auf dem Spiel steht?

Mag sein. Vielleicht sind die Bürger aber auch nur enttäuscht, welche Bilanz die Europäische Union auf ihrem wichtigsten Aufgabengebiet vorzuweisen hat: der Wirtschaft. Schließlich ist die Gemeinschaft einst ins Leben gerufen worden, um die Industrie in Frankreich, Deutschland oder Italien auf Augenhöhe mit den ökonomisch führenden Mächten dieser Welt zu halten. Von diesem Ziel aber ist die Union heute weiter entfernt denn je. Die Wirtschaft des Kontinents wuchs in den vergangenen

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