Die SPD spricht von der "arbeitenden Mitte" und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer von "Normalos", die "Leistung bringen und Familie haben". Wenn die Spitzen der Großen Koalition beschreiben sollen, für wen sie Politik machen, haben Sozial- wie Christdemokraten anscheinend dieselbe Gruppe im Blick: die Millionen durchschnittlich bis gut verdienender Arbeitnehmer, die den Wohlstand in der Republik erwirtschaften und, zumindest bis vor kurzem, auch das politische Zentrum der Republik bildeten.

Das Problem ist nur, dass es sich mit der Mittelschichts-Rhetorik der sogenannten Volksparteien inzwischen ähnlich verhält wie mit der Clean-Diesel-Propaganda der Autoindustrie. Hinter schönen Slogans verbirgt sich eine hässliche Schummelei. In diesem Fall: eine milliardenschwere Umverteilungsaktion zu Lasten der Normalverdiener. Seit Angela Merkel und Franz Müntefering 2005 die erste Große Koalition des neuen Jahrhunderts bildeten, bedient das Bündnis alle möglichen Wählerschichten mit milliardenschweren Leistungen.

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!