Dieser Artikel stammt aus der Reihe SPIEGEL+-Bestseller. Es erschien zuerst im Juni 2018.


SPIEGEL ONLINE: Herr Rüstow, woran erkennen Eltern, dass ihr Kind gemobbt wird?

Rüstow: Wenn Kinder auf einmal nicht mehr so offen sind wie sonst, wenn sie sich zurückziehen, ihre Freundschaften zerbrechen, sie mit verdreckter und kaputter Kleidung, beschädigten Schulsachen oder mit Verletzungen nach Hause kommen, deutet das darauf hin. Oder auch, wenn sie plötzlich aggressiv werden, ihren Frust an Geschwisterkindern auslassen oder anfangen, Tiere zu quälen. Da sollten Eltern genau hinschauen und herausfinden, was los ist.

SPIEGEL ONLINE: Das machen Eltern, indem sie...?

Jürgen Rüstow, 1964 in Freiburg im Breisgau geboren, ist Experte für Gewaltprävention und bietet Kurse und Trainings für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Berlin und Brandenburg.
Franziska Hauser

Jürgen Rüstow, 1964 in Freiburg im Breisgau geboren, ist Experte für Gewaltprävention und bietet Kurse und Trainings für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Berlin und Brandenburg.

Rüstow: ... ihre Kinder ernst nehmen, wenn sie Probleme oder Sorgen andeuten. Ihnen fällt es oft schwer, sich jemandem anzuvertrauen: Ich hatte mal einen Jungen im Seminar, der wurde im Kindergarten, der Grundschule und bis zur siebten Klasse von denselben Jungen gemobbt. Das hat niemand bemerkt. Eltern können so etwas verhindern, wenn sie ihre Kinder immer abends vor dem Schlafengehen fragen: "Was lief heute gut, was lief schlecht?" Wenn sich Kinder an dieses Ritual gewöhnen, fällt es ihnen leichter, über unangenehme Situationen zu sprechen.

SPIEGEL ONLINE: Gibt es Dinge, die Eltern falschmachen können?

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