Das Leben sei immer lebensgefährlich, sagt Werner Baumann gern flapsig, und wer wollte ihm da widersprechen. Risiken gehören zum Leben auch eines Vorstandsvorsitzenden. Aber es zählt auch zu dessen Aufgaben, nicht sehenden Auges Risiken einzugehen, die die Existenz des gesamten Unternehmens gefährden.

Genau ein solches Risiko aber war die Übernahme des amerikanischen Glyphosat-Herstellers Monsanto, wie sich am Dienstag dieser Woche einmal mehr zeigte. Da befand eine Jury des Bundesbezirksgerichts in San Francisco, dass Monsantos glyphosathaltiges Unkrautvernichtungsmittel Roundup erheblich zur Krebserkrankung des Klägers Edwin Hardeman beigetragen habe. Es war nicht das erste für Bayer desaströse Urteil in Sachen Glyphosat, aber das erste, in dem Bayer und nicht Monsanto die Verteidigung steuerte, und deshalb schmerzt diese Niederlage besonders. Sie zerstört die Hoffnung der Konzernoberen, dass es ihren Juristen, die sich im Pharmageschäft schon oft gegen Massenklagen wehren mussten, besser

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 13/2019.
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