In Haus 1 des Universitätsklinikums Leipzig zählt eine 19-jährige Frau laut bis zehn. Vor ihrem Mund sitzt die Zahnärztin Jana Schmidt auf einem Schemel, atmet tief durch die Nase und rückt immer näher heran. Im Abstand von 30 Zentimetern stinkt es faulig. Frau Doktor hat genug geschnüffelt – und diagnostiziert einen krankhaften Mundgeruch.

Rund ein Viertel aller Menschen haben dauerhaft oder gelegentlich Halitosis, wie Mediziner den unangenehmen Geruch des Atems nennen. Die Leute selbst merken das nicht, weil sie an den Geruch gewöhnt sind und ihn sogar für normal halten. Freunde und Bekannte wiederum ertragen die Geruchsbelästigung häufig lieber, als das heikle Thema anzusprechen. Das sei tragisch, findet Zahnärztin Schmidt, die in Leipzig eine Halitosis-Sprechstunde abhält. Sie sagt: "Rund 90 Prozent der Betroffenen könnten wir mit ganz einfachen Mitteln helfen."

Über das verschwiegene Leiden kursieren falsche Vorstellungen. "Die Mehrheit der Patienten und Ärzte glaubt schimpflicherweise

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