SPIEGEL: Der Bundestag hat ein Gesetz beschlossen, wonach unter anderem private Verbraucherverbände ab November im Namen von Geschädigten gegen Unternehmen vor Gericht ziehen können, um einen Musterprozess durchzufechten. Ein wichtiger Anlass dafür ist der VW-Dieselskandal. Was halten Sie von dem Gesetz?

Wernicke: Das Anliegen ist ja berechtigt. Aber so, wie das Gesetz jetzt gestrickt ist, werden viele Verbraucher am Ende enttäuscht sein. Und wir befürchten auch unangemessene Folgen, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen.

SPIEGEL: Warum haben Verbraucher weniger davon als erhofft?

Wernicke: Das Gesetz zielt politisch auf komplexe Schadensereignisse, bei denen der einzelne Verbraucher als Kläger gegenüber einem Unternehmen strukturell benachteiligt ist. Gerade beim Dieselskandal dürften sich die Hoffnungen auf diese Musterklagen aber nicht erfüllen. Denn die Sachverhalte sind so unterschiedlich, dass es am Ende gar kein feststellendes Urteil für alle Dieselmodelle geben kann, noch nicht

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 25/2018.
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