Der junge Mann, der im Frühling 2010 sein Praktikum bei der Deutschen Bank begann, hinterließ Eindruck, wenn auch nicht den besten: Der damals Mitte Zwanzigjährige sei so überheblich aufgetreten, dass selbst die statusbewussten Deutschbanker irritiert gewesen seien, sagt einer, der ihn damals erlebt hat. Für manche Praktikantenarbeiten sei er sich schlicht zu schade gewesen.

Sein Name: Valentin Stalf.

Der einstige Praktikant ist heute Deutschlands Bankenschreck, so sieht er sich zumindest selbst. Stalf ist Mitgründer und Chef von N26. Kaum ein Finanz-Start-up wächst so rasant. Zu den mehr als 2,5 Millionen Kunden kommen täglich 10 000 neue hinzu. Kaum eines hat seinen Firmenwert so schnell hochgepumpt, auf aktuell 2,3 Milliarden Euro. Und keines geht die etablierten Banken so aggressiv an.

Es scheint als hätte Stalf schon damals kein Geheimnis daraus gemacht, wie wenig er von der alten Geldwelt hält. Sie ist in seinen Augen behäbig und von gestern.

Drei Jahre nach seinem Praktikum gründete

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 22/2019.
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