Der Energiespeicher der Zukunft wird im Hamburger Hafen erprobt, ein Betonklotz, so groß wie eine Turnhalle. Auf die Fassade ist das Bild eines Mammuts gesprayt, dazu der Schriftzug: "Welcome to the new Stone Age".

Den Spruch versteht nur, wer den Inhalt des Quaders kennt: Er ist randvoll mit Steinen befüllt, die aussehen wie Gleisschotter, rund tausend Tonnen. Es handelt sich um Vulkangestein, das Energie besonders gut speichert. Der Windradhersteller Siemens Gamesa nutzt das Material für einen neuartigen Akku. Seit Juni ist er in Betrieb.

Die Anlage wandelt Windstrom in Heißluft, die wird in den Speicherblock eingeblasen und erhitzt den Steinhaufen bis auf 750 Grad Celsius. Wenn später Strom benötigt wird, treibt die Hitze eine Dampfturbine an – die Energie wird dann zurückverstromt. Sie soll ausreichen, um rund 1500 Haushalte einen Tag lang mit Elektrizität zu versorgen.

Die Technologie ist weltweit einzigartig, die Steine wurden per Schiff aus Norwegen geliefert. "Der Transport war teurer

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2019.
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