Frau Magnusson führt Gespräche so, wie sie ihr Leben organisiert: möglichst aufgeräumt. Kaum hat man in der kleinen Küche ihrer Wohnung in Stockholm Platz genommen, blickt sie einem streng in die Augen und sagt: "Damit es keine Missverständnisse gibt: Ich habe kein Buch über den Tod, sondern eines über das Leben geschrieben."

Dieses Buch trägt in Deutschland den Titel "Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen" (S. Fischer; 18 Euro) und ist ein amüsanter Ratgeber über die schwedische Tradition des "Döstädning". "Dö" heißt Tod und "städning" aufräumen. Margareta Magnusson, die nach eigenen Angaben zwischen 80 und 100 Jahre alt ist, fünf Kinder hat und 17-mal in ihrem Leben umgezogen ist, betrachtet das Aufräumen vor dem eigenen Tod als Service für die Hinterbliebenen, als einen Akt des Respekts. "Ein Mensch, der Sie liebt, möchte schöne Dinge von Ihnen erben, nicht Ihren ganzen Krempel."

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Wissen-Ausgabe 5/2018.
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