Die größte Niederlage meines Lebens begann mit einem Blumenstrauß. Mein Mann sank damit vor mir auf die Knie. Zwischen die billig gebündelten Blüten aus dem Supermarkt hatte er Schokoriegel gestopft, und er entschuldigte sich vielmals für die halb vertrockneten Rosen. Es sei Winter und der Blumenladen leider geschlossen. Ich war überrascht, gerührt und überhörte beinahe den Grund seines Kniefalls: "Willst du meinen Nachnamen annehmen?"


Das Jawort auf seine Frage kann ich mir im Nachhinein nur so erklären: Ich war im neunten Monat schwanger, also nicht ganz zurechnungsfähig. Ich dachte nicht mehr daran, wer in unserem Haushalt den Grundstein zur Familiengründung gelegt hat. Ich habe meinem Mann vor fünf Jahren einen Antrag gemacht. Er sagte Ja. Ich habe gefragt, ob er meinen Nachnamen annehmen wolle. Er guckte, als hätte ich von ihm verlangt, in Zukunft nur noch in Stöckelschuhen das Haus zu verlassen. Wir beschlossen: Jeder

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