Die Bastion der besten Tennisspielerin Japans ist ein Ort am äußersten Rand des Landes. Rund anderthalb Flugstunden nördlich von Tokio liegt am Ostzipfel der Insel Hokkaido die 26.000-Einwohner-Stadt Nemuro. Ein verschlafenes Nest, das Fremde bisher nur mit der Möglichkeit zur Beobachtung seltener Vögel anlockte. Der Ausländeranteil von 1,35 Prozent liegt hier noch unter dem japanischen Durchschnitt.

Ausgerechnet die dunkelhäutige Naomi Osaka elektrisiert seit einem Jahr nicht nur die Menschen im entlegenen Fischerort. Als der Jungstar im Januar mit den Australian Open den zweiten Grand Slam gewonnen hatte und als erste Japanerin an die Spitze der Weltrangliste geklettert war, widmete das Rathaus von Nemuro der 21-Jährigen die erste Ausstellung überhaupt. Osakas stolzer Großvater Tetsuo, der hier dem Fischereiverband vorsitzt, hatte von der Enkelin kurzerhand Schläger, Bälle und Trainingsjacken organisiert und ließ alles in Vitrinen im Rathausfoyer ausstellen.

Inzwischen fungiert Naomi Osaka

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2019.
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