Manche Künstler und Künstlerinnen plaudern gern über sich, andere schweigen lieber und lassen ihre Werke sprechen. Natascha Sadr Haghighian bildet eine eigene Kategorie, sie redet, sie nimmt sich Zeit, sie trinkt eine Tasse Tee dabei, aber sie will nicht zitiert werden. Nichts preiszugeben ist ein entscheidendes Element ihres neuesten Kunstwerks. Wer sich an ihre Bedingungen hält, wird ebenso Teil davon.

Von der nächsten Woche an ist sie so etwas wie unser Star für Venedig, dort eröffnet dann die berühmteste aller Kunstbiennalen, ein gigantischer Wettbewerb der Künste, bei dem in diesem Jahr immerhin 90 Länder miteinander konkurrieren.

Weil die Deutschen beim vergangenen Mal in Venedig die höchste Auszeichnung gewonnen haben, werden sie dieses Jahr wohl keine erhalten. Das macht aber nichts. Denn Sadr Haghighian, eine in Berlin lebende, in Bremen lehrende Professorin, braucht diese Form der Anerkennung nicht.

Unter Künstlern gilt eine Teilnahme an dieser Biennale üblicherweise als Karrieresprungbrett.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 19/2019.
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