Britta Freith liebt wildes Grün und die Ungeheuerlichkeiten der Natur: den Bambus, der bis zu einen Meter am Tag wächst. Den Kakaobaum, der Blüten und Früchte direkt am Stamm trägt. Den Titanenwurz, der nur alle paar Jahrzehnte blüht, aber dann mit einer meterhohen Blüte. "Wenn ich Pflanzen sehe, bin ich glücklich", sagt sie.

Auch sie hat sich für Wachstum entschieden: Freith studiert im vierten Semester Biologie. Mit 49 Jahren.

Exkursionen ins Gewächshaus sind in ihrem Stundenplan allerdings die schillernde Ausnahme. Sehr viel häufiger sitzt Freith acht Stunden pro Tag an ihrem Schreibtisch, um sich das ganze Wissen anzueignen, das sie für ihre Prüfungen braucht. Vor einem Jahr beschloss sie, ihr Biologiestudium zu Ende zu bringen, das sie mit Anfang zwanzig zugunsten eines Jobangebots abgebrochen hatte.

Immer mehr Lebens- und Berufserfahrene in Deutschland entscheiden sich, noch einmal zu studieren – oder zumindest etwas ganz Neues zu lernen. An deutschen Hochschulen sind etwa sechs Prozent

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Wissen-Ausgabe 2/2019.
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