Von Tim Bartz, Martin Hesse, Anton Rainer, Michael Sauga, Thomas Schulz

Als Sparen noch einfach schien, war Simon Stark 15 Jahre alt und die SPD stärkste Partei im Land. Seine Ferien verbrachte er mit dem Zählen von Schrauben, als Inventuraushilfe im Maschinenbau. Und während seine Freunde ihr Geld für Partys und Urlaube verprassten, legte es der stille Junge aus dem mittelhessischen Breidenstein lieber auf ein Jugendkonto bei der örtlichen Bank. Ein Prozent Zinsen gab es dafür, mit Zuwachsgarantie: Weil Stark regelmäßig einzahlte, waren es im nächsten Jahr zwei Prozent, dann drei, dann vier, irgendwann über zehn. Geld auf eine Bank zu bringen und beim Vermehren zuzuschauen war einfach, "das konnte eigentlich jeder". Heute ist Stark 29 Jahre alt, verheirateter Vater und das Sparen eine Qual.

Die Bankfiliale, zu der er am Weltspartag früher regelmäßig seine Spardose trug, gibt es nicht mehr. Sein Geld vermehrt sich nur noch, weil Stark es auf gleich mehrere Anlageformen und Konten verteilt

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 46/2019.
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