Als die Red Hot Chili Peppers vor 20 Jahren ihre Heimat besangen, wunderte das niemanden. "Californication" hieß der Song, er handelte von Hollywood, vom Einfluss amerikanischer Popkultur auf die Welt. Ein Song über einen Ort, mit dem jeder irgendwas verknüpft, obwohl er vielleicht noch nie dort gewesen ist.

Rin war noch ein Kind, als "Californication" im Radio lief. Aber auf seinem neuen Album "Nimmerland" rappt auch er über US-Pop und Hollywood – nur ist bei ihm die Rede von "Bietigheimication".

Bietigwas?

Rin heißt eigentlich Renato Simunovic. Seine Eltern sind aus dem ehemaligen Jugoslawien, und ihr Sohn ist einer der größten Hypes der vergangenen Jahre im Deutschrap. Vor zwei Jahren bekam er die 1Live Krone für sein Debütalbum "Eros", einen beliebten Publikumspreis, bei dem er, der Newcomer, neben Urgesteinen wie den Toten Hosen nominiert war. In seiner Dankesrede fiel die Zahl 74321, die Postleitzahl von Bietigheim-Bissingen, dem schwäbischen 40.000-Einwohner-Städtchen, in dem er aufgewachsen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2019.
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