Was an Sebastian Kurz einerseits befremdet, andererseits beeindruckt, ist seine Nonchalance. Eben erst als österreichischer Regierungschef gestürzt, ist er am Dienstag schon wieder pausenlos auf Sendung. Dass er in den Hauptnachrichten süffisant als "Altkanzler" begrüßt wird, lächelt der 32 Jahre junge Wiener weg. Er rechnet damit, dass er wiederkommt.

Die Republik wird gerade von der größten Krise der Nachkriegsgeschichte erschüttert. Der SPIEGEL und die "Süddeutsche Zeitung" hatten ein Video öffentlich gemacht, das dokumentiert, wie der inzwischen zurückgetretene Vizekanzler Heinz-Christian Strache einer vermeintlichen Oligarchennichte 2017 auf Ibiza Staatsaufträge gegen Wahlkampfhilfe in Aussicht stellt. Die Koalition aus Kurz' konservativer Volkspartei (ÖVP) und Straches rechtspopulistischer FPÖ brach daraufhin zusammen. Am Montag brachten FPÖ und Sozialdemokraten (SPÖ) das Kabinett per Misstrauensvotum zu Fall.

Nun hat Österreich zum ersten Mal eine Frau als Bundeskanzlerin: Die Verfassungsrichterin

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 23/2019.
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