Wenn Ola Källenius am kommenden Montag um neun Uhr vor seine Belegschaft tritt, muss sich der Daimler-Chef auf einen frostigen Empfang gefasst machen. Ungefähr 7000 Mitarbeiter aus Untertürkheim, dem ältesten und wichtigsten Mercedes-Motorenwerk, erwarten den Daimler-Chef in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle. Von Källenius wollen sie vor allem eines wissen: Hat der 115 Jahre alte Standort noch eine Zukunft?

Die Belegschaft in Untertürkheim fürchtet um ihre Jobs. Bisher entwickelten und bauten hier insgesamt 19.000 Mitarbeiter vorwiegend Diesel- und Benzinmotoren. Der Wandel zur E-Mobilität stürzt das Mercedes-Werk nun in eine Identitätskrise. Denn geht es nach Källenius, könnten Elektroantriebe künftig nicht bei Daimler in Stuttgart, sondern von einem preiswerteren Zulieferer gefertigt werden, womöglich in Osteuropa.

Der Betriebsrat rebelliert. "Wir müssen elektrische Antriebe bauen, um als Standort zukunftsfähig zu sein", fordert Michael Häberle, Betriebsratschef des Werks in Untertürkheim.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2019.
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