Aus seinem Amt als Vizekanzler leitet Olaf Scholz, im Nebenjob Bundesfinanzminister, umfassenden Gestaltungsanspruch ab. Am nächsten Mittwoch, wenn zum ersten Mal das Klimakabinett tagt, wird der SPD-Mann eine Kostprobe seiner tief empfundenen Richtlinienkompetenz abliefern.

Scholz will die Energiewende vorantreiben, deshalb legt er seinen Kollegen auf vier Seiten ein "Energiekonzept 2038" vor. Die unrunde Jahreszahl steht für den Zeitpunkt, wenn das letzte Kohlekraftwerk vom Netz geht; ein Ereignis, auf das die Republik, findet Scholz, schlecht vorbereitet ist. Das will er grundlegend ändern.

Dass Scholz mit seinem Vorstoß in Kompetenzen von Kollegen eingreift, liegt in seiner Absicht und seinem Amtsverständnis. Denn der Vizekanzler verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. "Es ist wichtig, dass wir nicht nur auf die Stromversorgung schauen, sondern die Sektoren Strom, Verkehr und Wärme zunehmend als ein Energiesystem verstehen", schreibt er. Um zwischen den Sektoren zunehmend erneuerbare Energie

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 15/2019.
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