SPIEGEL: Herr Scholz, wir wollen mal ein Experiment wagen und nicht über harte Politik mit Ihnen sprechen, sondern über Sie persönlich und Ihr Verhältnis zur SPD. Was ist da schiefgegangen?

Scholz: Ich bin seit 1975 in der SPD und fühle mich dort sehr zu Hause.

SPIEGEL: Man hat häufig den Eindruck, die SPD und Sie hätten nicht allzu viel miteinander zu tun.

Scholz: Ihren Eindruck finde ich schräg. Als Arbeitsminister habe ich Branchenmindestlöhne durchgesetzt, mit der Kurzarbeit viele Beschäftigte vor Arbeitslosigkeit bewahrt, als Bürgermeister in Hamburg gebührenfreie Kitas und flächendeckend Ganztagsschulen eingeführt, den Wohnungsbau früh und energisch vorangetrieben. All das bin ich auch.

SPIEGEL: Neulich, in einer Sitzung der Bundestagsfraktion, hielt Ihnen ein Parteifreund vor, Sie würden in seinem Wahlkreis als "kaltherziger Technokrat" wahrgenommen. Berührt Sie so ein Urteil?

Scholz: Und ob, auch wenn es nur genau einer war, der sich so geäußert hat. Ich mache Politik ja nicht, weil

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 26/2019.
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