Am vergangenen Sonntagabend kommt beim Außenminister eine kleine, höchst vertrauliche Runde zusammen. Es ist deutlich nach 20 Uhr, die Republik sitzt vor dem "Polizeiruf", als Heiko Maas bei sich zu Hause in Berlin zwei Parteifreunde empfängt: Arbeitsminister Hubertus Heil und Olaf Scholz, Vizekanzler und Finanzminister. Die drei haben etwas zu besprechen.

Es geht darum, wer von ihnen eine der undankbarsten Aufgaben übernimmt, die es in der deutschen Politik derzeit gibt: sich um den Vorsitz der SPD zu bewerben. Auf alle drei, Maas, Heil und Scholz, ist in den Tagen zuvor der Druck gewachsen. Die Frist, in der Kandidaten ihren Hut in den Ring werfen können, läuft am 1. September ab. Und es fehlt noch eine bestimmte Sorte Bewerber.

In den ersten Wochen traten vor allem Leicht- und Mittelgewichte auf die Bühne, um sich als Einzelkandidat oder als künftige Doppelspitze anzubieten. Aus der ersten Reihe der Partei hat bis zu diesem Zeitpunkt niemand den Finger gehoben, im Gegenteil: Diverse Spitzengenossen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 34/2019.
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