In den Fünfzigerjahren des vorigen Jahrhunderts – in Deutschland sind gerade taillierte, hochgeschlossene Kleider mit Stehkragen in Mode, dazu Bügeltaschen aus Kora-Leder, ringsherum gepaspelt – wächst in Neunkirchen bei Siegen ein Mädchen namens Marika auf, das vierte von fünf Kindern eines Grubenarbeiters. Ihre Mutter, wie so viele Mütter in dieser Zeit, steht am Herd und blättert im Otto-Katalog.

Bunte Gardinen ziehen an Marikas Augen vorbei, Tischdecken, Uhren und, da hält die Mutter den Atem an, Damenschuhe. Dieser Anblick prägt Marika derart, dass sie sich später fürs ganze Leben dem Otto-Katalog verschreibt.

Heute, mit 65 Jahren, sagt sie: "Ich bin Otto."

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 48/2018.
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