Das Unwort der deutschen Politik heißt Parteispende. Einige der großen Skandale der Republik spielen auf diesem Feld. Die Flick-Affäre, über die ein Wirtschaftsminister der FDP stürzte, Otto Graf Lambsdorff. Die schwarzen Kassen der CDU, die dem Ansehen des Altkanzlers Helmut Kohl schadeten und seiner Partei Strafzahlungen in Millionenhöhe eintrugen. Die dubiosen 100.000 Mark in bar, die Wolfgang Schäuble den CDU-Vorsitz kosteten. Seine Nachfolgerin wurde Angela Merkel, die damit letzten Endes fast 14 Jahre Kanzlerschaft auch einem Spendenskandal verdankt. Das ist die Dimension dieses Themas.

Auch die AfD, die versprochen hat, alles anders zu machen, versinkt schon im Spendensumpf. Die SPD hatte ihre regionalen Skandale. Meist sollten oder wollten die Geldgeber unbekannt bleiben, damit die Parteien nicht in den Ruch der Käuflichkeit kommen. Doch werden sie erwischt, verstärkt das den fatalen Eindruck vieler Bürger, die Politik sei vor allem für die großen Unternehmen da.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 18/2019.
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