Yvon Chouinard ist Unternehmer wider Willen. Und dabei höchst erfolgreich. Als junger Mann wollte er nur Klettern und Surfen. Um sich ein paar Dollar zu verdienen, entwickelte, schmiedete und verkaufte er seine eigenen Kletterhaken. Als er erkannte, dass diese die Felsen im Yosemite-Nationalpark schädigten, stellte er die Produktion ein und erfand stattdessen Haken aus Aluminium. 1970 begann er reißfeste Rugby-T-Shirts aus Schottland für Kletterer zu importieren. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit Patagonia, einer der erfolgreichsten Outdoor-Hersteller der Welt. Das Unternehmen erwirtschaftete 2016 mehr als 700 Millionen Dollar Umsatz. Jedes Jahr spendet es 1 Prozent der Umsatzerlöse oder 10 Prozent des Gewinns - je nachdem, was höher ist - an Naturschutzorganisationen.
Claus Hecking

Yvon Chouinard ist Unternehmer wider Willen. Und dabei höchst erfolgreich. Als junger Mann wollte er nur Klettern und Surfen. Um sich ein paar Dollar zu verdienen, entwickelte, schmiedete und verkaufte er seine eigenen Kletterhaken. Als er erkannte, dass diese die Felsen im Yosemite-Nationalpark schädigten, stellte er die Produktion ein und erfand stattdessen Haken aus Aluminium. 1970 begann er reißfeste Rugby-T-Shirts aus Schottland für Kletterer zu importieren. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit Patagonia, einer der erfolgreichsten Outdoor-Hersteller der Welt. Das Unternehmen erwirtschaftete 2016 mehr als 700 Millionen Dollar Umsatz. Jedes Jahr spendet es 1 Prozent der Umsatzerlöse oder 10 Prozent des Gewinns - je nachdem, was höher ist - an Naturschutzorganisationen.

SPIEGEL: Mr. Chouinard, vor einigen Jahren hat Patagonia mit der "Don't buy this jacket"-Kampagne Furore gemacht. Ausgerechnet am "Black Friday", dem wichtigsten Einkaufstag des Jahres in den USA, haben Sie Ihre Kunden aufgerufen, möglichst keine neuen Produkte von Ihnen zu kaufen. Ihr Umsatz war dann 30 Prozent höher als im Vorjahr. Wollten Sie genau diese Trotzreaktion erreichen - oder ist Ihre Kampagne grandios gefloppt?

Chouinard: Wir haben das todernst gemeint. Es war kein Marketing-Trick, wir wollten die Leute dazu bringen, zweimal darüber nachzudenken, was sie alles kaufen. Am Ende haben sie mehr gekauft - aber wenigstens von uns und nicht von irgendjemandem, der keine Verantwortung für seine Produkte übernimmt. Aber die Reaktion der Kunden hat uns dazu gezwungen, uns zu verändern.

SPIEGEL: Wie?

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