Schutz für nationale Unternehmen, eine staatliche Beteiligungsgesellschaft und die Aussperrung von ausländischem Kapital: Mit seiner neu belebten Industriepolitik geht Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) gleich mehrfach in die Irre. Seine 21 Seiten lange "Nationale Industriestrategie 2030" steckt voller Mutmaßungen, Widersprüche und falscher Schlüsse.

Er schreibt: "Ein Ziel ist dabei der schrittweise Ausbau des Anteils der Industrie an der Bruttowertschöpfung auf 25 Prozent in Deutschland und 20 Prozent in der Europäischen Union bis zum Jahre 2030."

Das Vorhaben kommt in die Nähe planwirtschaftlicher Hybris. Seit wann wissen Staat oder Politik, welcher Anteil der Industrie für Wirtschaft und Gesellschaft am besten ist? Wären 33 Prozent nicht ein noch lohnenderes Ziel? Wie absurd das Vorhaben ist, belegt ein Gedankenexperiment: Ersetze Industrie durch Landwirtschaft. Niemand käme auf die Idee, deren Anteil an der Wertschöpfung durch staatliche Vorgaben steuern zu wollen. Altmaiers

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