Links in der Ecke, wo das Stehpult von Olaf Scholz stand, hat er seinen kleinen Schreibtisch hingestellt, an einer Wand hängt nun der gerahmte Eid des Hippokrates. Sonst hat Peter Tschentscher eigentlich nichts verändert im Büro des Ersten Bürgermeisters, als er vor gut einem Jahr hier einzog. Einrichtung, vermittelt er, ist ihm nicht wichtig.

Tschentscher, 53, gebürtiger Bremer, kam 1987 als Medizinstudent nach Hamburg, damals regierte Klaus von Dohnanyi. Nun ist er selbst Erster Bürgermeister, ein ehemaliger Laborarzt, der zur "Immunchemischen Unterscheidung hochhomologer Proteinstrukturen am Beispiel der Schwangerschaft-spezifischen Glykoproteine" promoviert hat.

Auf der Fensterbank zum Rathausmarkt steht das alte schwarze Mikroskop, mit dem er früher gearbeitet hat. "Die Ursache einer Erkrankung im Labor zu finden ist spannend", schwärmt er, "fast wie ein Krimi." Und: "Ich könnte jederzeit zurück in meinen alten Beruf."

Tschentscher sagt das oft, so oft, dass man sich fragt, warum er das

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 17/2019.
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