Petro Poroschenko ist derzeit viel im Auftrag des Herrn unterwegs. Kürzlich war der ukrainische Präsident in der Stadt Winnyzja, seiner politischen Heimat, und sein Weg führte ihn sogleich in die Kathedrale zum Gottesdienst. "Christus ist geboren!", rief er den Gläubigen zu, während er sich durch die Menge kämpfte. 

"Wir preisen ihn!", schallte es zurück. Das ist der traditionelle Weihnachtsgruß der Orthodoxen hier. Das Weihnachtsfest war zwar schon am 7. Januar, aber vor der Ikonenwand standen immer noch geschmückte Tannenbäume, und der Präsident hatte etwas zur Bescherung mitgebracht: Gottes Weihnachtsgeschenk an die Ukrainer. 

So jedenfalls nennt Poroschenko das Mitbringsel, mit dem er derzeit durchs ganze Land reist, auf dass es alle Beschenkten sehen können. Man hat den Eindruck, aus dem Präsidenten sei plötzlich ein Prediger geworden, der seinem Volk den Weg durch alle Zeiten weist. Der Eindruck ist durchaus erwünscht. 

Gottes Weihnachtsgeschenk passt zusammengerollt in eine schwarze

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 4/2019.
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