Alexander Grau ist Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wirtschaftsjournalist. Für das politische Magazin „Cicero“ schreibt er die Kolumne „Grauzone“.  

SPIEGEL: Herr Grau, was haben Sie gedacht, als Sie den Ausbruch von Greta Thunberg bei der Uno in New York gesehen haben, ihr emotional vorgetragener Vorwurf des "How dare you!", wie könnt ihr nur?

Grau: Der Auftritt Greta Thunbergs selbst war aggressiv und hatte etwas Fanatisches. Das war abstoßend und plump. "Fridays for Future" hingegen muss Thunbergs Botschaft eventtauglich machen. Hier geht es um Massenkommunikation: Das Ergebnis ist politischer Kitsch: einfache Lösungen, unterkomplexe Problembetrachtung, starke kollektive Emotionalisierung, Verklärung der Natur und eine Realitätsverweigerung, die sich als Realismus ausgibt.

SPIEGEL: Aber Greta Thunberg und "Fridays for Future" fordern uns doch auf, endlich die Realität des Klimawandels anzuerkennen und Konsequenzen daraus zu ziehen.

Grau: Zur ganzen Geschichte gehört

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