Wie sehr sich manche Eliten schämen, Eliten zu sein, deutete sich gleich zu Beginn des diesjährigen "Philosophicums" in Lech am Arlberg an. Vier Intellektuelle diskutierten auf dem Podium über Spaltungen in der Gesellschaft, und da sie zwar über "Ambivalenzstress" räsonierten und Niklas Luhmann zitierten, aber auf keinen Fall als abgehoben gelten wollten, betonte jeder zwischendurch seine einfache Herkunft.

Der Publizist Frank A. Meyer: hat als Schriftsetzer angefangen.

Der Publizist Dirk Schümer: ist mehr oder weniger im Wirtshaus aufgewachsen.

Die Schriftstellerin Julya Rabinowich: Ihr Vater hatte eine Lehre als Tischler begonnen.

Der Theaterdramaturg Bernd Stegemann: Sohn eines Anstreichers.

Nach ihren Bekenntnissen zum eigenen Proletariertum disputierten Schümer und Stegemann dann in schönster Elitenhaftigkeit, ob ein Zitat zur unendlichen Dummheit von Albert Einstein oder von Theodor W. Adorno stamme.

Das waren köstliche Momente, und sie setzten ein Motiv, das sich durch die gesamte Tagung

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 41/2019.
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