Dass Söhne das Ansehen ihrer verblichenen Väter zu bewahren versuchen, dürfte üblich und nachvollziehbar sein. Doch der Zorn, mit dem Andreas Reiners auf Kritik an seinem Vater, dem Sprachkundler und Bestsellerautor Ludwig Reiners (1896 bis 1957), reagiert, ist dann doch ungewöhnlich.

Vor gut zwei Jahren bereits drohte der Münchner Rechtsanwalt dem Schweizer Gymnasiallehrer Stefan Stirnemann per Einschreiben mit juristischen Schritten, sollte der Pädagoge weiterhin den Vater mit "bösartigen Unterstellungen und Verbalinjurien" überziehen. Stirnemanns öffentliche Äußerungen, so schrieb Reiners, heute 83, seien "ehrverletzend", "töricht" und voller "sachlicher Fehler".

Insbesondere dessen wiederholt vorgetragene Behauptung, der Schriftsteller sei "nationalsozialistisch gesinnt gewesen" und habe aus dieser Gesinnung heraus das Werk eines "jüdischen Autors gestohlen", wollte der Sohn nicht länger hinnehmen. Das Hauptwerk seines Vaters, die "Deutsche Stilkunst", sei definitiv kein "Plagiat". Bleibe

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 17/2019.
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