Als Florian Boitin seinen ersten "Playboy" in die Hände bekam, war er 15. Heft 10/1982 war das, auf dem Cover ein Po in engen Jeansshorts, dazu die Zeile "Die Girls von Ipanema". Das Heft hat Boitin monatelang wie einen Schatz gehütet, ganz unten im Bettkasten, er hat das Titelbild abgerissen, damit seine Mutter das Heft nicht entdeckt.

Heute müsse ein 15-Jähriger den "Playboy" wohl nicht mehr vor seiner Mutter verstecken, sagt Boitin, "heute ist der 'Playboy' aber auch für den 15-Jährigen keine Sensation mehr." Boitin weiß, wovon er redet, er ist Chefredakteur des deutschen "Playboy" und Vater eines Sohnes, der sich nie wirklich für das Heft interessiert hat, das sein Papa macht. "Er hat immer gesagt: 'Guck mal, Papa, was ich hier alles auf dem Handy habe.' Unser Magazin richtet sich heute nicht an Pubertierende."

Aber an wen sonst?

Der Burda-Verlag hat vergangene Woche verkündet, die Lizenz für den deutschen "Playboy" nicht weiter zu verlängern. Der Chefredakteur Boitin und die kaufmännische

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 28/2019.
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