SPIEGEL: Herr Kerski, die Gewerkschaft Solidarność will Ihnen verbieten, ihr Logo zu verwenden. Warum?

Kerski: Die Solidarność gehört zu den Mitbegründern unseres Zentrums. Ihre heutige Führung ist offenbar der Meinung, dass unsere Projektarbeit sich nicht mit christlichen Werten verträgt.

SPIEGEL: Was sind das für Projekte?

Kerski: Wir sind ein Museum, wollen aber auch die Zivilgesellschaft stärken. Herzstück ist eine Dauerausstellung über den Freiheitskampf der Solidarność und alle Revolutionen, die zum Zusammenbruch des Kommunismus 1989 beigetragen haben. Und wir unterstützen neue soziale Bewegungen, arbeiten mit Migranten und Vertretern von sexuellen Minderheiten zusammen.

SPIEGEL: Was hat das mit der Solidarność zu tun?

Kerski: Die Solidarność war einmal ein pluralistisches Bündnis verschiedener gesellschaftlicher Kräfte und setzte auf Toleranz. Ihre heutige Führung betont dagegen ihre historische Rolle einer national-katholischen Befreiungsbewegung – und hat Probleme mit Andersdenkenden,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 20/2019.
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