Die Frau, die Polens Nationalkonservative für Liberale wählbar machen soll, robbt auf Knien in einem Klassenraum herum. In der Grundschule 58 von Poznań steuert Jadwiga Emilewicz, Technologieministerin in der Regierung, einen Roboter von einem Tablet aus. Sie spricht aber kaum zu den Kindern, sondern benutzt Begriffe wie "Herausforderungen der Zukunft", "Digitalisierung und Internetabdeckung". Die sind wohl an die Journalisten im Raum gerichtet, die Botschaft lautet: Die Regierungspartei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) führt das Land in die Zukunft.

Emilewicz, 45, entspricht kaum dem katholischen Leitbild der "polnischen Mutter", ihre drei Söhne hat sie heute beim Vater gelassen. Emilewicz hat in Krakau und Oxford Politikwissenschaft studiert. Die üblichen Themen der Nationalkonservativen berührt sie nicht: Kein Wort fällt über Deutsche, die laut PiS Polen dominieren wollen, es gibt keine Attacken gegen "Genderwahn" oder Brüsseler Eliten. Dafür erzählt sie später, sie wolle mehr ausländische

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 41/2019.
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