Unter den verfeindeten Rockern der Bandidos und Hells Angels tobte Anfang 2010 in Schleswig-Holstein ein Bandenkrieg. Maskierte Männer traktierten zwei Anhänger der Hells Angels mit Messerstichen. Einer ging schwer verwundet zu Boden und konnte nur knapp gerettet werden. Mehrere Bandidos kamen in Untersuchungshaft.

In dieser Situation meldete sich ein Kripomann bei der Sonderkommission. Der Kriminalhauptkommissar führte V-Leute, er warb im kriminellen Milieu Spitzel an. "V" steht für Vertrauen. Der Polizist berichtete seinen Kollegen, er habe aus den Reihen der Bandidos einen Tipp erhalten: Ein Verdächtiger sei unschuldig. Doch der Beamte wollte seine Information nicht in die Ermittlungsakte schreiben. Als er es auf Druck von Kollegen doch tat, notierte er etwas Falsches – um seinen Zuträger zu schützen.

Der Vorfall wurde zum Auslöser einer Affäre, die bis heute den Landtag in Kiel beschäftigt. Dort befasst sich seit 2018 ein Untersuchungsausschuss mit den Fehlern der Ermittler. Dabei leuchten

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 42/2019.
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