SPIEGEL: Herr Schmutzer, im Alter zwischen 50 und 60 sind viele Menschen in einer recht komfortablen Lebensphase: Beruflich ist man etabliert, die Kinder sind aus dem Haus. Trotzdem machen sich viele Sorgen, dass sie ihren Lebensstandard später nicht halten können. Woran liegt das eigentlich?

Schmutzer: Es gibt tatsächlich bei vielen Menschen eine diffuse Angst vor finanziellen Problemen im Alter, das ist auch durch Studien belegt. Mit 30 oder 40 ist das noch weit weg, doch etwa zehn Jahre vor der Rente werden die Überlegungen konkreter. Man bekommt verschiedene Mitteilungen von der Rentenversicherung und privaten Vorsorge, und es ist oft nicht so recht klar, mit wie viel Geld man später rechnen kann. Gleichzeitig weiß man nicht genau, was an Kosten alles auf einen zukommt. Das ist natürlich beunruhigend.

SPIEGEL: Was raten Sie, um diesen Ängsten zu begegnen?

Schmutzer: Zu einer Art Kassensturz. Man sollte sich Klarheit über die Gesamtsituation verschaffen. Alle Einnahmen und alle Ausgaben einmal aufschreiben. Als Faustregel gilt zwar: In der Rente sollte man etwa 80 Prozent des bisherigen Einkommens zur Verfügung haben. Aber das trifft natürlich nicht auf jeden zu. Wenn Sie Ihr Haus abbezahlt haben und Ihre Zeit am liebsten im Garten verbringen, brauchen Sie sich wenig Gedanken machen. Wenn die Wünsche aber größer sind und einmal im Jahr die Kreuzfahrt drin sein soll, sollten Sie früh genug durchrechnen, ob Sie sich das leisten können. Wie stelle ich mir mein Leben vor, was brauche ich als Rentner – diese Überlegungen sollten bei diesem Kassensturz eine Rolle spielen.

SPIEGEL: Welche Punkte sind für die Bestandsaufnahme am wichtigsten?

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