SPIEGEL: Herr Zarinfar, in Köln sind die Baukosten für die Sanierung der Oper und des Schauspielhauses auf 554 Millionen Euro hochgeschnellt. Warum müssen öffentliche Bauten – von der Hamburger Elbphilharmonie bis zum Berliner Flughafen – mehr als doppelt so teuer werden wie geplant?

Zarinfar: Weil die Politik sehr früh für einen Planungsbeschluss eine Summe hören will, wieviel ein Gebäude kostet, egal ob es saniert oder neu gebaut werden soll. Wir reden im Bauwesen vom Fluch der ersten Zahl. Derjenige, der die erste Zahl genannt hat, liegt in der Regel falsch und wird damit ständig konfrontiert. Wir erleben Projekte, in denen Mitarbeitern in der Bauverwaltung teilweise nur 48 Stunden Zeit gegeben werden, eine Entscheidungsvorlage für die Politik zu erarbeiten. Und Kosten zu benennen. Das wird eine Bierdeckelkalkulation, die kann nicht richtig sein.

SPIEGEL: Was macht die Kalkulation so schwierig?

Zarinfar: Bei den meisten Gebäuden der öffentlichen Hand, die groß, aufwendig und teuer sind,

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