Provokant stellt sich ein junger Mann zwischen die demonstrierenden alten Damen auf dem Berliner Alexanderplatz. "Ich wähle die AfD!", ruft er und wird sofort von drei Frauen umringt. "Warum?", will eine von ihnen wissen. Schnell kommen andere dazu. Sie halten weiße Schilder hoch, auf denen in schwarzen Buchstaben "Omas gegen rechts" steht. Dem Mann drücken sie einen Flyer in die Hand. "Was stört Sie denn an der Flüchtlingspolitik?", fragt eine empört. Einen AfD-Wähler, den lassen sie nicht so leicht entkommen.

Die Frauen sind Mitglieder der Initiative "Omas gegen rechts", die sich nach österreichischem Vorbild gegründet hat. In Wien gehen rüstige Rentnerinnen seit November 2017 für die Demokratie auf die Straße, als sich eine Regierungsbildung der ÖVP von Sebastian Kurz mit der rechtspopulistischen FPÖ abzeichnete. Wenige Monate später schwappte die Omawelle nach Deutschland. Hier richtet sich der Protest vor allem gegen die AfD. Über 70 Regionalgruppen haben sich gegründet: "Omas gegen

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