Katja Werheid lehrt Neuropsychologie und Alterspsychotherapie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Über den Umgang mit älter werdenden Eltern hat sie im vergangenen Jahr ein Buch veröffentlicht: "Nicht mehr wie immer: Wie wir unsere Eltern im Alter begleiten können. Ein Wegweiser für erwachsene Kinder".

SPIEGEL: Frau Werheid, wie beginne ich am besten ein Gespräch mit meinen Eltern, das diesen eventuell unangenehm ist - ein Gespräch über ihre schwindenden Kräfte, über notwendige Hilfe und Pflege?

Werheid: Beginnen Sie auf jeden Fall möglichst früh über das Thema zu reden, am besten bevor ihre Eltern überhaupt hilfsbedürftig sind. Denn eines ist klar: Dieser Zeitpunkt kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit. Nur 10 Prozent der Menschen sterben heutzutage einen plötzlichen Tod, 90 Prozent sind gegen Ende ihres Lebens pflegebedürftig. Wir wissen eben bloß nicht, wann es passiert - daher schieben wir das Thema auf.

SPIEGEL: Die Eltern sollen sich Gedanken machen, so lange sie noch fit

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