Die Hoden seien zu dick, hieß es, als Ralf König seinen neuen Comic beim Rowohlt Verlag ablieferte. Auf dem Cover ein Urmensch, so nackt, wie Urmenschen nun mal waren, mit Hoden so dick, wie König die Hoden des Urmenschen auch für die inneren Seiten gezeichnet hatte. "Den Damen vom Vertrieb war das fürs Cover zu dick", sagt König, "die meinten, das verschrecke den Buchhandel."

Wenn der Comic nun kommende Woche erscheint, trägt der Urmensch einen brennenden Ast in der Hand, der die dicken Hoden halb verdeckt. "Die Zeiten werden prüder", meint König.

Was gehört sich und was nicht, was darf man schon und was nicht mehr? Das sind die Fragen, die König seit Jahrzehnten begleiten.

Eine Eigentumswohnung in der Venloer Straße, am Rand des hippen Belgischen Viertels in Köln, sechster und siebter Stock. An den Wänden hängen Originalzeichnungen französischer Comickollegen, Moebius, Claire Bretécher, auf dem Couchtisch liegt Sophie Passmanns Debattenbuch "Alte weiße Männer". König ist neugierig, ein bisschen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 21/2019.
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